Der Fall Böse  
2008:
   

 

  ebenfalls erschienen:
   
         
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Album: Hochverrat
VÖ: 25.04.2005
Label: Rintintin Musik
Vertrieb: Indigo
Webseite: www.derfallboese.de
Myspace: www.myspace.com/derfallboese
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Es war kein leichter Start in den 24. Dezember des Jahres 2004. Denn am Abend zuvor gerieten wir in die Fänge von Der Fall Böse.

Wir landeten im "Lehmitz", Hamburgs legendärem Asyl für Schlaflose. Der Playboy-Flipper fraß gierig unsere Euros, das Bier war lecker wie immer, und schließlich war Showtime. Die Bühne war viel zu klein für acht ausgewachsene Kerle, also verteilte sich die Band um und auf dem längsten Tresen Hamburgs. "Ini mini meini mo, die Stadt steht in Flammen und es läuft die Show" – wir waren verloren. So viel Funk, so viel Rhythm & Blues, so viel Dampf im Kessel sind nicht wirklich zuträglich, wenn man am Tag drauf vorzeigbar bei seinen Lieben auflaufen und das Fest der Besinnlichkeit feiern soll. Doch was soll's schon, ein wenig Schlafdefizit nimmt man gern in Kauf, wenn man in die Vollen greift, und das tut man nirgendwo effektiver als auf St. Pauli und mit niemandem erfolgreicher als mit Der Fall Böse.

Wir haben es ja geahnt, nein, wir wussten, worauf wir uns einlassen, schließlich sind die Jungs längst keine Unbekannten mehr. Mehr Feuer als Björn und Hammond, die beiden rappenden Sänger, hat keiner im Hintern. Sie sind gestandene Funker, Rapper und Blueser auf den Straßen von St. Pauli. Seit 1996 schon verdichten sie den Atem der Großstadt zu dampfenden, treibenden Songs. Sie lieferten den Vorspann-Song zur Sat1-Comedyserie "DeichTV", steuerten drei Nummern zum Kiez-Film "Süperseks" bei – und haben mit "Der Fall Böse", "Viva dieser Tag" und "Sachenmacher" schon drei Longplayer draußen, allesamt mit einer Groovedichte, die sich nicht hinter den gesammelten Werken von James Brown und Seeed verstecken muss. Auch abseits der Band sind die Männer keinesfalls untätig: Drei der Böse-Jungs vertonen als "Revolver Jazz Ensemble" Hörspiele live auf der Bühne. Drummer und Produzent Bente arbeitete bereits für Die Ärzte, Gitarrist Gunta bringt als "String & Bass Experience" hausgemachten Drum & Bass mit einer Violine zusammen.

Nun ist also "Hochverrat" da, Böse-Album Nummer vier, und wird dafür sorgen, dass der Rest der Republik die Ohren gen Hamburg ausrichtet, denn von dort zieht nun der Sturm auf. Alles ist mehr geworden auf "Hochverrat", mehr Beats, mehr Flow, mehr Vielseitigkeit, mehr Spaß. Und mehr Soul: Bei einem Konzert in einem Hamburger Gefängnis lernte die Band die afrikanischstämmige Sängerin Armina kennen, die spontan beschloss, sich als Gastsängerin zur Verfügung zu stellen – und eine Stimme offenbarte, deren Schmelz man sonst nur bei Größen wie Alicia Keys findet. Auf "Hochverrat" passt alles zusammen, die Partykracher, die Songs über das Leiden der Liebenden, alles ist aus einem Guss. Wenn man bedenkt, dass die Gründungsmitglieder von der Fall Böse aus musikalisch vollkommen unterschiedlichen Ecken kommen und sich nur trafen, weil sie 1996 gemeinsam am Soundtrack zum gleichnamigen Low-Budget-Film bastelten, erscheint es umso erstaunlicher, wie unglaublich tight diese Band klingt. Die ersten, die der Groove-Breitseite von "Hochverrat" nicht standhalten konnten, war die Firma Flensburger Pilsener, die prompt ihren neuen Kino- und Fernsehspot mit dem Song "Hin und weg" unterlegte. Ab April läuft der Spot in Kino, Fernsehen und Radio.

Wahrscheinlich ist es egal, ob man ein Punker ist, ein Normaler, ein Rocker oder ein Rumhänger. Wenn genügend von denen zusammenkommen, kommt es nur noch darauf an, dass man genug Schweiß aufbringt, genug Blut und genug Enthusiasmus. Diese sieben hier haben jede Menge davon:

Bente - Drums
Bjoern – Worte/Percussion
Lesley – Rhodes/Gitarre
Gunta – Gitarre
Johannes – Saxophone
Jorge – Saxophone
Svendrix – Bass

CD Cover:
Der Fall Böse 01:
Der Fall Böse 02:
Der Fall Böse 03: