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1) Was Du vielleicht weißt...
2) Was Du wissen solltest...
3) Was Du spüren kannst, darfst oder magst...
4) Was Du jetzt tun solltest...
1)
Was Du vielleicht weißt...
Michy Reincke: Mit 16 belebte (Zitat: “...oder zerstörte...”)
er europäische Fußgängerzonen mit Interpretationen von
Songs seines Idols Bob Dylan. Mit 20 schrieb und sang er für seine
Band Felix de Luxe den Hit “Taxi nach Paris”, produzierte
3 LPs und löste sich dann von der Gruppe, zu der – heute bekannte
– Musiker wie Franz Plasa (u.a. Produzent von Selig und Echt), Jürgen
Attig (u.a. Birelli Langrene Band), Martin Langer (u.a. Stefan Gwildis,
Otto Waalkes, The Land) und Jörn Brandenburg (u.a. für Tom Waits
musikalischer Direktor bei “Black Rider”) zählten.
Als Produzent und Gründer des Labels und Verlages RINTINTIN konzentrierte
sich Michy Reincke in der Folgezeit – neben der Verwirklichung eigener
musikalischer Pläne und Projekte – auf die Unterstützung
von Künstlern wie The Land, Die Strombolis, Zucker, Nils Bokelberg,
Heinz Strunk und Stefan Gwildis, mit dem ihn die enge Freundschaft und
stetige Zusammenarbeit verbindet und an dessen aktuellem Erfolgsalbum
„Neues Spiel“ er textlich intensiv mitgewirkt hat. Weiterhin
schrieb er Musik für Theater (z.B. “Fracasse”) und Film
(“Der tote Taucher im Wald”) und investiert als Mitbegründer
des “Forums Deutscher MusikMacher” (Info: www.fdmm.de) aktuell
seine überschüssige Energie in die Veränderung “überholter
und ungesunder Strukturen und Strategien in den Musik-Medien. Seine Leidenschaften
neben der Musik: frische Luft atmen, Kochen, Reisen, Psychologie (hat
er studiert), mit Menschen reden, Erzählen, Lachen und Frauen auf’s
Pferd helfen.
2) Was
Du wissen solltest...
Bisher veröffentlichte Alben von Michy Reincke diese ALBEN:
Interpret |
Titel |
VÖ |
| Michy Reincke |
Album |
2003 |
| Michy Reincke |
Seeler |
2002 |
| Felix de Luxe |
Das Beste v.
Felix de Luxe |
2000 |
| Michy Reincke |
Tonstrom |
2000 |
| Michy Reincke |
Valerie Valerie |
1998 |
| Michy Reincke |
Das böse
Glück |
1993 |
| Michy Reincke
|
Rintintin |
1992 |
| Michy Reincke |
Paris |
1991 |
| Felix de Luxe |
Männer wie
wir |
1987 |
| Felix de Luxe |
Die Tricks des
Glücks |
1985 |
| Felix de Luxe |
Felix de Luxe |
1984 |
| Scarlet Lilac |
Scarlet Lilac |
1979 |
3) Was Du
finden kannst, darfst oder magst...
Michy Reincke ist ein Dichter – vielleicht besser gesagt: ein Verdichter.
Er komprimiert in seinen Texten Erahntes, Erlebtes, Erfreuliches, Erlittenes
und Erfahrenes. Er bettet die Essenz in Musik ein: eingängig und
zugleich hintergründig, lachend, weinend oder beide emotionalen Extreme
geschickt miteinander verknüpfend – ohne dabei sich oder seine
Zuhörer zu manipulieren. Wer ihm zuhört, begreift sofort. Oder
entdeckt einen Raum, der langes und vielschichtiges Lesen zwischen den
Zeilen zuläßt. “Schau mal, das habe ich gerade im Korridor
gefunden. Lag da wohl schon länger herum. Schön, oder?”
Michy Reincke
sucht den Dialog, den Austausch, die Auseinandersetzung mit seinem Publikum,
mit Menschen, denen er seine Freundschaft anbietet. Das bin ich, so bin
ich – das zeige ich Euch. Wer seid Ihr, wie seid Ihr – Ihr
könnt es mir anvertrauen. Das sind meine Gefühle, meine Gedanken,
meine Lieder. Erlebe mit mir, lebe mit mir. Mach Dein Herz laut. Unter
seiner Internet-Adresse www.michyreincke.de findet man im Gästebuch
eine Resonanz, die nur das Herz hervorbringen kann.
Es gibt kaum
Künstler, die eine solche Nähe anbieten und solche Nähe
zulassen, ohne dabei in einem Sumpf aus Pathetik, Klischee und Lächerlichkeit
zu strampeln. Eigenen Boden unter den Füßen haben, ehrlich
sein, glaubhaft, authentisch, gesund – wer ihn kennt, wird ihm diese
Eigenschaften bestätigen.
Er tritt bisweilen
allein auf, unterhält brillant und ist nachdenklich. Er musiziert
im Trio, inspiriert sich und seine Gäste und öffnet kleine Räume,
die plötzlich ganz groß werden. Er spielt mit der Band und
verschenkt pure Kraft für – mindestens – den nächsten
Tag. Und all seine Präsentationsformen spiegeln: Es ist alles Musik,
wenn Du fliegen kannst, flieg‘!
4) Was Du
jetzt tun solltest...
“Mach Dein Herz laut” hören. Denn: Diese CD ist sehr
gut. Ja, so einfach ist das. Weil ihr Macher sehr gut ist. Als Texter,
als Musiker, als Unterhalter. Als Mensch. Reinhören, anhören,
hinhören, zuhören. Und seine Konzerte besuchen. Wie willst Du
ihn sonst wirklich kennenlernen?
Ein Interview mit Michy Reincke
Taxi nach Paris: Was bedeutet Dir der Song heute?
Taxi nach Paris ist ein alter Freund, dem ich viel verdanke –
und er weiß das auch. Ich bewundere das Lied dafür, wie es
sich ohne zu murren in die Rolle des Schlagers gefügt hat, obwohl
es eine gediegene und gelungene Komposition ist. Schon mit Würde.
Felix de Luxe: Wie ist dein heutiges Verhältnis zu den
ehemaligen Band-Mitgliedern?
Martin Langer, der Schlagzeuger von FDL, hilft mir beim Mischen der
aktuellen CD. Die anderen sehe ich z.Z. eher selten, aber unser Verhältnis
ist gut bis entspannt.
Mach dein Herz laut: Was war der Gedanke bei der Wahl des
Album-Titels?
Für mich ist das Herz nicht nur symbolisch, sondern auch physiologisch
der Sitz des Mutes, der Liebe & Kraft. Bei all den Irritationen, die
den „modernen“ Menschen schütteln, welchen Quatsch er
unbedingt mitmachen muß & was er auf gar keinen Fall tun sollte,
welche soziale Pose er einnehmen sollte, was richtig, falsch, etc. ist,
soll mein Imperativ ein kleiner Kompass sein. Ein Aufruf zu Lebendigkeit
und Lebensfreude aus dem Inneren. Von Henry Miller stammt der Satz: „Es
gibt nur eine Unmoral und das ist die Trägheit des Herzens.“
In diesem Sinne: Mach dein Herz laut!
Wie
arbeitest Du? Zuerst Text, dann Musik? Welche Uhrzeit? Welche Stimmung?
Wann fällt dir das Arbeiten schwer?
Ich notiere eigentlich immer. Nicht gleich viel oder brauchbar, aber
kontinuierlich. Mir sind die Klischees kreativen Arbeitens natürlich
bekannt, aber die meisten Auffassungen darüber halte ich für
unrichtig und nachgeplappert. Die Musik kommt fast immer zuerst. Sie ist
da, absichtslos. Das ist mein Credo in diesen Tagen: Das Vollkommene ist
absichtslos. Schwer wird das Arbeiten manchmal, wenn etwas fertig werden
soll. Wenn es der eigenen und fremden Beurteilung zur Verfügung gestellt
wird.
Wie
sieht Dein typischer Arbeitstag aus?
Gibt es in dem Sinne nicht. Ich kümmere mich als Schallplattenfirma,
Musikverleger, Produzent, Arrangeur, Autor, Sänger, Sekretärin,
etc. um so viele unterschiedlichen Dinge, daß fast jeder Tag anders
beginnt und endet. Im Studio oder auf Konzertreisen gibt es manchmal eine
Kontinuität in der Abfolge der Tätigkeiten, aber auch eher selten.
Schon
mal überlegt, es international zu versuchen (englischsprachig)?
Als ich anfing Musik zu machen, zwischen 16 und 21, habe ich englischsprachige
Songs nachgesungen und geschrieben. Damals war das ok., heute fühle
ich mich meiner Sprache und Kultur sehr viel näher.
Casting-Shows:
Würdest du gern in einer Jury sitzen?
Ich sitze manchmal in einer Jury, z.B. bei Nachwuchsveranstaltungen.
Diese Festivals haben aber nichts mit dem Superstar-Blödsinn zu tun.
Für mich ist das Spielen und Schaffen von Musik mehr, als die Beurteilung,
wie gut jemand Madonna nachsingen kann oder wie schick die Klamotten sind,
die er trägt.
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CD
Cover: |