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Noch vor ein paari Jahren wussten nur wenige Insider, wer Regy Clasen
ist. Das waren diejenigen, die ihr Debüt Album "So Nah"
irgendwann einmal in die Hände bekommen hatten. Das erschien schon
im Jahr 2000 beim Majorlabel Sony. Doch wie so viele Major-Geschichten,
ging auch diese nicht gut für die Künstlerin aus. Zwar verkaufte
sie viele CDs, aber dann doch nicht genug, um die Kosten wieder einzuspielen.
Es folgte der Rauswurf und damit fängt die Erfolgsgeschichte erst
richtig an.
Vier Jahre nach
ihrem Major-Debüt veröffentlichte Regy Clasen das Album "Wie
tief ist das Wasser". (April 2004) Inzwischen hatte sie sich ihr
eigenes Team zusammengesucht und konnte die Platte auf dem Label "Rintintin
Musik" ihres Musikerkollegen Michy Reincke veröffentlichen.
Das Album wurde von ihr selbst produziert.
Mit Hilfe von
Fans, sogenannten REGYassistenten, wurde die erste Auflage finanziert.
Seitdem ist die CD ein Dauerbrenner. Zwar tauchte sie nie in den Charts
auf, aber sie verkauft seit der Veröffentlichung noch immer regelmäßig
hohe Stückzahlen ab. Und das ist selten im heutigen Musikgeschäft.
Mit kleinerem Aufwand konnten inzwischen mehr CDs als beim Major verkauft
werden. Qualität setzt sich eben doch durch.
Und auch live
ist Regy Clasen mit Ihrer Band viel unterwegs gewesen. „Heutzutage
muss man die Musik zu den Leuten tragen. Man darf nicht erwarten, dass
jemand in einen Plattenladen kommt und mal so durch Zufall über Deine
Musik stolpert“ weiß Regy Clasen schon lange. Also geht es
Monat für Monat raus auf die vielen kleinen und großen Bühnen
in den Clubs und auf Festivals. Über 140 Konzerte spielte sie mit
- und ohne - ihrer phantastischen Band. Dabei gab es Radioübertragungen
vom NDR, MDR, Deutschlandradio und WDR. In der Presse wurde sie für
ihre Live-Qualitäten vielfach hochgelobt. So schrieb ein komplett
verdutzter Redakteur der Frankfurter Rundschau über ein Konzert von
Regy Clasen am 15.10.05:
"(...) Wenn alles mit rechten Dingen zugehen würde in dieser
Welt, dann müsste Regy Clasen kommerziell momentan ganz oben sein.
Sie macht das, was eigentlich schwer en vogue ist: Musik mit deutschen
Texten, die nicht blöde sind und stellenweise gar recht klug, dazu
eine schwer zu katalogisierende Mischung aus Chanson, Pop und Soul mit
einer Prise Jazz. Dazu kommt – auch das ein wichtiger Faktor beim
Plattenverkauf, dass sie nicht gerade unattraktiv aussieht." (...)
Es wurde
also Zeit, die einmalige Stimmung eines Regy-Konzertes auf DVD zu bannen.
Dafür wurden am 1. und 2. Oktober 2006 zwei ausverkaufte Konzerte
im Hamburger Schmidt Theater mitgeschnitten. Wieder konnte Regy auf ihr
Team zurückgreifen und alles in Eigenregie auf die Beine stellen.
Bei der Finanzierung halfen ihr wieder ihre alten und neuen REGYassistenten.
Wer im Zeitraum Oktober bis November die DVD bei Regy Clasen bestellte
und auch schon bezahlt hatte, wurde schon jetzt zu Weihnachten mit einer
signierten DVD beschert. Außerdem sind alle Namen der REGYassistenten
im Abspann genannt. Es ist wohl einer der längsten Abspänne
der Musik-DVD Geschichte geworden und im Gästebuch auf ihrer Webseite
überschlagen sich die Fans förmlich. Alle anderen müssen
sich noch bis Ende Januar 2007 gedulden.
Auf der DVD
befinden sich neben 15 Songs aus ihren beiden Alben „So Nah“
und „Wie tief ist das Wasser“, auch zwei brandneue Titel.
(„Zeit zu verlier’n“ und „Bevor Dein Tag zuende
geht“). Außerdem der Song „Heimlich zur Nacht“,
ein vertontes Gedicht der jüdischen Dichterin Else Lasker-Schüler,
das schon auf dem Projekt-Album „Ich träume so leise von Dir“
erschienen ist, sowie das Duett mit Rintintin-Chef Michy Reincke und seinem
Lied „So schön kann keine Frau sein“.
Neben den insgesamt
19 Titeln befinden sich noch vier Extras auf der DVD. Erstens der ca.
10minütiger Film „So Nah – Regy & die Band“
mit vielen Interviews der Bandmitglieder. Zweitens der Song „He
said“, auch aufgenommen während der Schmidt Theater Konzerte,
aber geschrieben und gesungen von Regy Clasens Backgroundsängerin
Stephanie Hundertmark. Die zwei letzten Extras sind zum einen eine Live-Aufnahme
des Songs „Free“ vom Brauereihoffest in Jever und dem im Jahr
2000 veröffentlichten Videoclip zum Song „Ergib Dich“.
Alles in allem
hat die DVD eine Spielzeit von 124 Minuten und ist auch, neben PCM Stereo,
in Dolby Digital und DTS 5.1 abspielbar.
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DVD
Cover: |