Salaputia Brass Quintett
Musik, die bewegt: Das Salaputia Brass Quintett veröffentlicht sein erstes Album bei Berlin Classics
Es gibt viele Möglichkeiten, ein Album mit Musik zu füllen. Das Salaputia Brass Quintett hat sich für die aufrichtigste entschieden: Lieblingswerke – Musik, die Peter Dörpinghaus und Lukas Reiß (Trompete), Felix Baur (Horn), Philip Pineda Resch (Posaune) und Joel Zimmermann (Tuba) wirklich bewegt und die sie nun mit allen teilen. „Salaputia Brass Quintet“ erscheint am 16. Oktober 2026 als reine Digitalveröffentlichung und ist das erste Album des Quintetts bei Berlin Classics.
Das Quintett wurde 2007 von fünf Musikern aus den Reihen des Bundesjugendorchesters gegründet. Der Name „Salaputia“ leitet sich vom lateinischen „salaputium“ ab – ein Wort, das so viel bedeutet wie „freches, kleines Kerlchen“. Hinter dem augenzwinkernden Namen steckt mehr, als er vermuten lässt: Peter Dörpinghaus ist Solotrompeter am Konzerthaus Berlin, Philip Pineda Resch spielt bei den Münchner Symphonikern und Lukas Reiß im Balthasar-Neumann-Ensemble. 2011 wuchs die Formation zu einer zwölfköpfigen Besetzung an: Salaputia Brass war geboren. Das Quintett aber blieb immer die Kernzelle.
Den Auftakt des Albums bildet die „Suite Impromptu“ des französischen Komponisten André LaFosse, der selbst Posaunist war und genau wusste, wie man für Blechbläser schreibt: mit Raum für Phrasierung und Luft zwischen den Stimmen. Die Suite wechselt die Stimmung wie eine Unterhaltung, die plötzlich ernst wird und dann wieder lacht – leichtfüßig im Ton, aber nie beliebig. Es folgt „Siren Song“ des amerikanischen Komponisten und Trompeters Anthony DiLorenzo. Ein Werk, das seinen Titel ernst nimmt: Es lockt, es hält fest und lässt einen nicht so leicht wieder los. Die Klangflächen schichten sich übereinander, die fünf Stimmen finden und verlieren sich wieder – Musik, die bei jedem Hören neue Seiten zeigt. Dann erklingt die „Hymne à la nuit“ des französischen Komponisten Joseph Noyon. Sie basiert auf einem Thema aus Jean-Philippe Rameaus Oper „Hippolyte et Aricie“. Den Abschluss bildet die „Ouvertüre über ein Thema des Flughafens Köln/Bonn“ eine Komposition von Peter Dörpinghaus selbst. Aus der gleichförmigen Geräuschkulisse eines Flughafenterminals hat er einen drängenden Klangteppich entwickelt, mit einem Sog, dem man sich kaum entziehen kann.
Mit diesem Album gewährt das Salaputia Brass Quintett einen ungewohnt persönlichen Einblick in seine musikalische Welt. Dass das Quintett das Album ausgerechnet mit einer Ouvertüre beschließt, zeugt von unkonventionellem Humor – und klingt vielleicht auch wie ein leises Versprechen, dass hier noch mehr folgen wird.








