Ragnhild Hemsing
Unbound – Grenzgänge der Seele
Am 17. April 2026 erscheint das neue Album „Unbound“ vom Ensemble „Ragnhild Hemsing VETRA“ beim Label Berlin Classics – digital auf allen Streaming-Plattformen. Dieses Werk ist ein wilder, aber auch kontemplativer Gang durch die norwegische Musiktradition. Es ist ein hörbares Abenteuer, eine Einladung, sich mitnehmen zu lassen in weite, nordische Klanglandschaften, in denen Jazz und norwegische Volksmusik einander begegnen.
Ragnhild Hemsing, die sowohl auf der klassischen Violine als auch auf der Hardangerfiedel zu Hause ist, vereint in VETRA all ihre musikalischen Erfahrungen, Erinnerungen an ihre Kindheit im norwegischen Valdres und die Sehnsucht nach Freiheit und Offenheit im Ausdruck. Der Name VETRA, abgeleitet vom altnordischen Begriff für „Winter“, verweist auf die enge Verbindung zur Natur und zur zyklischen Zeit, die ihr gesamtes Schaffen inspiriert.
Gemeinsam mit drei der profiliertesten norwegischen Jazz-Musikern – Mathias Eick (Trompete), Steinar Raknes (Kontrabass) und Terje Isungset (Perkussion, Maultrommel) – entsteht eine Musik, die den Hörer erdet und zugleich davonträgt. Hier klingt die Kraft der norwegischen Berge, das Leuchten heller Winternächte und der Zauber nordischer Melancholie. Jede Komposition atmet den Geist von Tradition und Aufbruch, von Geborgenheit und Entdeckerfreude.
Die sieben Stücke auf „Unbound“ sind zutiefst persönlich und wurden allesamt von Ragnhild Hemsing selbst komponiert: Das Wiegenlied „Bånsull“ entstand an den Betten ihrer beiden kleinen Töchter; mit „EirilThea“ schenkt Ragnhild ihnen eine musikalische Liebeserklärung voller Wärme. „Luxelått“ pulsiert im Rhythmus des Unterwegsseins, inspiriert von Tourmomenten und neuen Begegnungen. „Den lovlause låtten“ feiert das Unangepasste, mit spielerischer Kraft und nordischen Rhythmen. In „Peer’s halling“ trifft Hemsings Heimat auf literarische Figurenwelt, geschrieben für eine Peer-Gynt-Produktion in Oslo – ein Tanz zwischen Tradition und Gegenwart. „Vinterstemning“, am heißesten Tag des Jahres komponiert, fängt dennoch die glitzernde Stille des Winters ein, und „Vals“ verströmt eine fröhliche Leichtigkeit, die an ein musikalisches Lächeln erinnert.
Mit „Unbound“ feiert Ragnhild Hemsing nicht nur die Klänge ihrer Herkunft, sondern öffnet neue Wege, wie diese Musik heute klingen kann – ehrlich, inspirierend, echt. Ihr Spiel auf der Violine und Hardangerfiedel verbindet Bodenständigkeit mit Vision, alte Geschichten mit neuer Zeit. So wird „Unbound“ zu einem unverwechselbaren Klangporträt einer Künstlerin, die den Mut hat, sich Grenzenlosigkeit zu erlauben – und genau das spürt man in jeder Note dieses Albums.


















