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Sophie Dervaux

Sophie Dervaux

  • Vivaldi Bassoon Concerti Vol. 3

    Format: CD
    Label: Berlin Classics
    LC: 06203
    Vertrieb: Edel:Kultur
    EAN: 885470044828
    VÖ: 21.08.2026

  • Vivaldi Bassoon Concerti Vol. 2

    Format: CD
    Label: Berlin Classics
    LC: 06203
    Vertrieb: Edel:Kultur
    EAN: 885470037240
    VÖ: 14.03.2025

  • Vivaldi Bassoon Concerti Vol. 1

    Format: CD
    Label: Berlin Classics
    LC: 06203
    Vertrieb: Edel:Kultur
    EAN: 885470032412
    VÖ: 08.03.2024

Bilder

Sophie Dervaux
Sophie Dervaux
Sophie Dervaux
Sophie Dervaux
Sophie Dervaux
Sophie Dervaux
Sophie Dervaux

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Anfrage an Hasko Witte

    Pressestimmen zu den ersten beiden von sechs Alben mit den Fagott-Konzerten von Vivaldi:

    „Die Französin zeigt besonders in den langsamen Largo-Sätzen große Klarheit und sensible Tonfärbung und verleiht Vivaldis Ideen Tiefe. Packend auch, wie hier melodische Schwermut in dunkle orchestrale Atmosphäre gehüllt wird.“ Ljubiša Tošić, Der Standard, 04.03.2025

    „Ist das Fagott nicht ein tolles Instrument? In Vivaldis Konzert B-Dur befreit die brillante Solistin Sophie Dervaux das Fagott von jeder Behäbigkeit. Zusammen mit dem „La Folia Barockorchester“ lässt Sie diese ungeheuer vitale Musik fast „jazzig“ swingen. (…) Eine Edition, die einfach nur Spaß macht, denn Vivaldi wird hier entstaubt und zu hundert Prozent ernst genommen. So gespielt, ist Barockmusik weit mehr als bloße Tapetenmusik.“  Wilfried Schäper, Radio Bremen, 16.03.2026

    „Dervaux besitzt einen Reichtum an Tonbildung, der einen in seinen Bann schlägt“ Wolfram Goertz, Rheinische Post, 08.04.24

    „Purzelnde Kapriolen, plappernde Parlandi, kesse Springteufeleien liefert sie mit buffonesker Eleganz ab.“ Martin Mezger, Audio & Stereoplay, 05-2024

    „Dervaux lässt ihr Fagott surren und knurren, entlockt ihm gesangliche Linien, lässt es jubeln, tänzeln und trauern. Mit dem Orchester immer auf einer Wellenlänge, entsteht ein auch klangtechnisch rundum überzeugendes Gesamtpaket.“ Christoph Vratz, Fono Forum, 05-2024


    Folge III der Fagott-Konzerte von Vivaldi

    Es begann als bescheidene Idee – ein Album mit Barockkonzerten, mehr nicht. Heute, drei Jahre später, ist daraus eines der ambitioniertesten Aufnahmeprojekte geworden, das eine Fagottistin sich vornehmen kann: die Gesamteinspielung aller Fagott-Konzerte von Antonio Vivaldi. Mit dem nun vorliegenden dritten Album hat Sophie Dervaux, Solofagottistin der Wiener Philharmoniker, gemeinsam mit dem La Folia Barockorchester die Hälfte dieses Weges zurückgelegt. Es ist eine Zwischenbilanz voller Energie – und voller Entdeckungen.

    Kein anderer Komponist hat dem Fagott so viel anvertraut wie Vivaldi. 37 vollendete Solokonzerte hinterließ der Venezianer, darunter vermutlich das erste Fagottkonzert überhaupt. Geschrieben für die außergewöhnlich versierten Musikerinnen des Ospedale della Pietà, sind diese Werke bis heute eine Herausforderung – technisch wie musikalisch. Genau das reizt Sophie Dervaux. „Je mehr ich mich mit dieser Musik beschäftige, desto mehr entdecke ich“, sagt sie. „Ich erkenne immer wieder Material, das Vivaldi hier und dort wiederverwendet hat, und gleichzeitig fallen mir Besonderheiten oder ungewöhnliche Ideen umso stärker auf.“

    Diese Vielfalt ist es, die das Projekt für die Interpretin lebendig hält. „Diese Vielfalt tut mir richtig gut, es ist wie frische Luft zu atmen“, sagt sie. „Vivaldi hat diese Konzerte relativ schnell geschrieben, er hat nicht monatelang über ein paar Tönen gebrütet. Das merkt man. Es tut gut, diese spontane, fließende Musik zu spielen.“ 285 Jahre nach Vivaldis Tod erschließt sich Sophie Dervaux ein Repertoire, das zugleich alt und neu, bekannt und unbekannt ist – und das ihr Instrument in seiner ganzen Bandbreite zeigt.

    Bewusst eröffnet sie das Album mit dem Es-Dur-Konzert RV 483, das der Musikwissenschaftler Ulrich Dannemann ein „Danklied von der Kraft der Befreiung“ nennt. „Es hat unglaublich viel Energie“, sagt Sophie Dervaux, „und ist virtuos, an der Grenze zum Spielbaren. Für mich zeigt dieses Konzert, was das Fagott vermag, es zeigt, was alles musikalisch passieren kann.“ Halsbrecherische Läufe, spektakuläres Tempo, eingängige tänzerische Melodien – und mittendrin riskiert sie sogar Verzierungen. „Wir haben uns dafür entschieden, hier auf volles Risiko zu gehen, um die maximale Energie spürbar zu machen, die in dieser Musik steckt. Für mich hat das Konzert einen echten Wow-Effekt.“

    Was folgt, ist eine Reise durch denkbar unterschiedliche Charaktere. Das C-Dur-Konzert RV 479 überrascht mit harmonischen Seitenschritten, denen Dervaux und La Folia mit Verzierungen, Fermaten und einer betont lebendigen Begleitung begegnen. Das a-Moll-Konzert RV 499 wartet mit einer Besetzung auf, die Vivaldi in keinem anderen seiner Werke verwendet: „Wir waren uns anfangs nicht sicher, ob er sich vielleicht einen Scherz erlaubt hat.“ Im rätselhaften zweiten Satz, in dem das Fagott wie eine Continuo-Stimme geführt wird, entschied sie sich für die – wie sie schmunzelnd sagt – „ein bisschen illegale“ Variante: freier, autonomer, jenseits der reinen Begleitfunktion.

    Demgegenüber wirken das F-Dur-Konzert RV 489 und das g-Moll-Konzert RV 496 für sie wie alte Bekannte – das eine von noblem, tänzerischem Anstand, das andere von ergreifender Melancholie und farbenreicher Ruhe. Das c-Moll-Konzert RV 480 schließlich führt in vivaldisches Misterioso. „Wir haben für dieses Konzert nach schattigen Klangfarben gesucht“, sagt Dervaux. Sein dritter Satz fordert sie bis an die Grenzen: „Da haben wir schon gestaunt, wie die Musiker*innen zu Vivaldis Zeit dieses Werk sauber interpretieren konnten. Dieser Satz ist wirklich mutig geschrieben.“

    Getragen wird diese Einspielung von der jahrelang gewachsenen Verständigung mit dem La Folia Barockorchester unter Robin Peter Müller. In solistischer Achter-Besetzung auf historischen Instrumenten entsteht ein Dialog auf Augenhöhe, in dem Sophie Dervaux mit ihrem modernen Fagott die Flexibilität und Artikulation der Alten Musik sucht – und findet. Vor ihr und dem Ensemble liegen noch einige Gipfel. Doch von Ermüdung ist keine Spur. „Natürlich denke ich viel über die Musik nach“, sagt sie, „aber am Ende entscheide ich das meiste aus dem Bauch heraus – mir geht es darum, die Musik zu fühlen. Und das wird einfach nicht langweilig.“

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